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Das Leben lächelt (Einsamkeit Teil 4)

"Einsamkeit überwinden" oder "Die Ironie des Daseins"

Die Einsamkeit überwinden. Ein lauter Schrei. Ein lauter Schrei ins Nichts. Kein Gebrüll, keine Aufregung. Nur ein Schrei. Das Leben leiden. Unter dem Leben leiden und es erleiden. Damit leben, mit der Einsamkeit. Abfindung. Ein langsamer Prozess, zum Scheitern verurteilt und doch geführt, doch erlebt, doch ausgestanden. Schrei so laut du kannst.

Ich kenne einen Platz, er ist nicht weit von hier. Es ist ein einsamer Platz, er kennt wenig Licht, er kennt wenig Menschheit, er kennt Alleinsein. Viele Menschen, die ihn besucht haben, um allein zu sein. Manchmal zu Zweit. Zu zweit einen Platz besucht um Distanz zu überbrücken. Eine Ironie. Ein Schrei. Ein Wort das verhallt. Eine Zeit die langsam oder schneller abläuft, eher langsam. Eine Wahrheit die zur Lüge wird.

Die Zeit hat es geschluckt, hat es verweht, hat es verziehen. Ein Gedanke der unscharf wird, der vom Bild zum Wort wird. Ein Gedanke der nicht mehr viel bedeutet. Die Zeit hat den Gedanken verziehen. Die Zeit verzeiht so einiges. Wenige sentimentale Momente erinnern, eine Insel in der Zeit, die bald überschwemmt ist, bald ihr verwüstetes Antlitz offenbart, selten beseelt und öfter einsam im Ozean liegt.

Es ist wie es scheint, und scheint doch so unwirklich.

Die blasse Morgenröte, die Vernebelte, des Daseins: Sie ist so unbarmherzig im Umgang mit dem Gefühl. So übergehend das Denken, so scheinheilig und so einholend. Das Erinnern ist Versinken, das Erneuern ist Verdenken. Die Klarheit ist nicht Wahrheit, und die Endlichkeit Unkenntlichkeit.

Wir hatten reichlich, aber die Erinnerung schwindet und macht einer abgeklärten Nostalgie Platz, die scheinbar wenig Raum für Wiedergeburt bietet.


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Kommentare

Rainer Rohm wrote on 2009-12-08 00:00:28

Hallo Patrick,

beim Surfen (Thema Konstruktivismus) bei dir reingestolpert.

Wie denkst du heute über Einsamkeit?

Ein schönes, großes Thema auch von mir!!

"Missverstehen ist der Normalfall, Verstehen der Sonderfall"

Rainer

patrick wrote on 2006-09-25 22:50:51

Der gute Wandel. Ich beschäftige mich zur Zeit - mal wieder - mit der ewigen Wandlung. Das Thema ist - und das muss es ja sein - einfach nicht erschöpfend greifbar.

Lambizzel wrote on 2006-09-24 00:34:24

jaja nichts ist so beständig wie vergänglichkeit, weil sich alles zum ende neigt

patrick wrote on 2006-07-07 03:47:18

...irgendwie ein Gefühl, das mir schon kaum noch zugänglich ist. Alles ist so unendlich Vergänglich. Schatten - ...

Lena wrote on 2006-07-07 00:01:48

Wirklich schön.

Irgendwie ein bekanntes Gefühl.

patrick wrote on 2006-05-20 18:16:51

Da mischt sich vor allem Pilsener mit später Stunde - aber sicherlich auch ein existenzialistischer Hauch; hoffentlich. Bis später!

Lambizzel wrote on 2006-05-20 12:30:05

Beeindruckend - sehr poetisch und doch in bestechender Weise verständlich. Mischen sich da Sartre und Schopenhauer ?

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