Text-Layouts: WeblayoutZeitung3 Spalten

Alltag ist außerhalb der Erde

Entgleisungen eines Eremiten

In unserem begrenzten Kosmos gibt es unzählige Gestirne, die sich durch Reibung an uns Gedankenlosen entzünden wollen. Der entstehende Strahlenkranz betäubt für einen kurzen Moment den Selbigen, verblendet viele und nötigt zu übertriebener Selbstdarstellerei. Das wir im Zuge dessen unseren eigenartigen Scheiterhaufen nähren muss zu Gunsten gesellschaftlicher Existenzen überblendet werden.
Die Anmaßenden verbrennen im günstigsten Falle relativ rasch, im Ungünstigsten verglühen sie jedoch bevor sich ihre Asche wieder über das zu legen vermag, was sie durch ihre Selbstverwirklichung fast austranken - Das Sternenmeer ihrer buckligen Verzweiflung. Obwohl wir uns nicht entkommen können, bleiben wir unfassbar, ein Widerspruch? Oder die metaphorische Diagnose der Generation Google?
Man bleibt der Welt immer einen Pfand schuldig, der nicht getilgt, aber anerkannt werden muss. Wir sollten uns kategorisch abstrahieren und erfassen, dass wir meist nur unsere Bedürfnisse in die Dingwelt hineinsehen, um unsere konstruierten Identitäten vor uns selbst rechtfertigen zu können. Wir wären gerne, was wir nicht sein können und flechten uns in die Welt, um ein abgehalftertes Muster zu hinterlassen. Die schwachen Pflanzen gedeihen auf dem Boden anderer am eifrigsten, da sie jene für sich verantwortlich machen können - Die Starken gehen in den meisten Fällen an ihrem eigenen Oberwasser zu Grunde.
Jeder der in seinem Kartenhaus die Legehenne spielt, bezieht seine Standfestigkeit aus Nesträubern. Die Gehängten müssen nicht mehr um sich kämpfen, da sie am morschen Ast der Zivilisation baumeln.
Wann untergraben die letzten Maulwürfe ihr eigenes Tunnelsystem?
Wer versucht sich noch an Höhen in denen man nicht mehr atmen kann?
Ihr werft mit Unrat, doch redet nur Gewaschenes.

Wollt ihr auf meinen Wellen reiten, so braucht ihr andere Bretter!



RSS feed RSS RSS feed RSS (Kommentare)

Kommentare

* Why use my real name?


* Pflichtfelder