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Und da war er wieder, dieser Juckreiz im Hirn.

Ich bin der Geworfene, den die Welt niemals fangen konnte.

Was ein hechelnder Tag. All diese Facetten, diese Armut an Schwerfälligkeit.
Alles badet sich im zuckenden Licht. Ein farbiger Strudel reißt mich hinab in den Trichter der zirkelnden Einheit. Ich bin der Himmel und verkürze mein Sein zur Melodie der Umgebung. Auf sanften Schwingen tanze ich meinem lächelnden Nichts in die Arme. Ich bin der umgedrehte Abgrund, aus mir tropft sich das Universum. Ein atmendes Aquarell, ein Feuerbach der Energien, ein Abglanz der Sünde, leidenschaftlich, unverdrossen, geregnet in den Gesang meiner Wahrnehmung. Diese Welt, diese fürchterlich erstaunte Konfiguration eines Gehirns, das im Begriff ist sich nicht mehr ernst nehmen zu müssen. Ich lebe die Gegenwart und lasse die offene Weite in mir nachklingen. Ein Hall, ein schattenhaftes Geräusch, ich schieße mich auf mich ein und kraule durch die federartigen Wogen der Sonne. Da sitze ich, auf meinen Blick hat sich die Landschaft gerichtet: saftig grünend, vom Wind gestreichelt, keinem etwas schuldig, seiend, bebend und ein Spiegel meiner verspiegelten Natur. Eine Gänsehaut taumelt meine Arme hinauf und bricht sich über die Schulterblätter hinweg an den Ausläufern meines Rückens in warmen Wellen. Die Segel meiner Seele streifen den hinauseilenden Horizont. Keine Wissenschaft, keine Variablen, keine Statistik, nur das Wir im Jetzt. Der Fokus verschwimmt und nimmt sich die Autorität. Die Psyche weidet sich an diesem wundersamen Garten. Geborgte Freiheit riecht schmeichelnd.
Geschliffen ohne Richtung, eigendynamisch, der in die Höhe fallende Engel, Sturzflug zum Rausch, gefrorene Erlösung. Der Alltag klebt mir an den Hacken, bringt mich ins Straucheln, dann ins Fallen. Während ich falle, greife ich Erinnerungen und die Fülle an blumenartigen Wahrheiten…spirituelle Bruchlandung. Der Erdboden war mir mal wieder zu real. In das Gewand der zärtlichen Verantwortung gekleidet, blicke ich sternengleich in die Zukunft. Eine Träne rollt sich zu einer Zigarette, in der ich mich in Rauch auflöse. Der Teufel lässt mich hinter sich. Ich kehre gelassen aus mir zurück - übersprudelnder Quellen gleich. Ein spuckender Teppich, eine Kaskade der Information, ein entgleister Gott, ein Schlachthaus der Sinne, ein stillendes Trauma. In diesem Augenblick, der wie ein Vogelschwarm an mir vorüber zog, destillierte sich der Ozean meiner Befangenheit zu einem verklärten Tropfen Gewissheit: Liebe ist alles was der strohigen Ewigkeit die flammende Stirn bietet.


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