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Philosophie und Hirnforschung

Grenzen und Möglichkeiten

Einleitung

In diesem Essay werde ich mich zuerst mit dem Thema "Willensfreiheit" befassen. Da ich zu der theoretischen Diskussion um den freien Willen wenig beizutragen habe, werde ich nur kurz auf die Positionen einiger Philosophen, sowie einige historische Aspekte eingehen. Das Thema werde ich mit dem Umriss der physikalischen Sichtweisen, sowie einem Ansatz zur Möglichkeit freien Willens, als intuitiver Begriff, im Rahmen der Quantenmechanik beschließen. Dies erscheint mir insofern sinnvoll, als die qualitative Hirnforschung vor allem biophysische und biochemische Prozesse untersucht.

Im zweiten Teil wende ich mich der menschlichen Wahrnehmung zu. Mit Wahrnehmung meine ich hier nicht nur die empirische, sondern auch, oder besser vor allem, eine introspektive Wahrnehmung. So will ich untersuchen, inwiefern eine objektive Wahrnehmung unseren Sinnessystemen möglich ist, und gebe in diesem Kontext kurz die Positionen einiger solipsistischen Philosophen wieder. Außerdem werde ich diese Positionen mit dem Thema "Drogen und Bewusstsein" in ein aktuelleres Licht rücken, und einen Teil der folgenden Neuroethik vorwegnehmen, bzw. einleiten.

Im Abschnitt über Neuroethik beschäftige ich mich mit vielen praktischen Fragen. Dabei gehe ich zuerst auf ethische Aspekte, Anwendungsbeispiele, aber auch die Realisierbarkeit von Neuroprothesen ein. Im Anschluss kommen weitere Beispiele aus dem Bereich der Medizin, etwa die Hirntod Debatte. Die Neuroethik im Bereich der Medizin schließe ich ab mit einem Anriss der Drogendebatte, die ich im vorhergehenden Teil der Arbeit eingeleitet habe. Zuletzt wende ich mich einem eher theoretischen Aspekt zu, nämlich der Rechtswissenschaft. Theoretisch vor allem deshalb, weil die Diskussion um Hirnforschung und Willensfreiheit noch nicht entschieden ist oder scheint.

Im letzten Teil der Arbeit, den ich mit "Ontologie" betiteln möchte, geht es um die Auswirkungen der Forschung am Menschen auf das Bild des Menschen. Mich beschäftigt die Frage, was ein Gefühl der "Geworfenheit" ist, und ob die Hirnforschung in spezieller Art und Weise - oder besser: mehr als andere Wissenschaften - dieses Gefühl im Menschen erzeugt.

Drei sehr interessante Aspekte, die man unter "Methodologie" hätte zusammenfassen können, musste ich in dieser Arbeit außen vor lassen: Erstens den Vorwurf, dass die Hirnforschung Explanans und Eplanandum gleichsetzt, der sich meiner Meinung nach auflösen lässt, da der Forscher nicht sich selbst und sein eigenes Hirn untersucht, sondern etwas ganz Anderes. Zweitens den sprachlichen Aspekt: Das Problem der Hirnforscher, dass sie subjektiv wahrnehmbare Vorgänge mit Worten beschreiben müssen, die der naturwissenschaftlichen dritte-Person Perspektive entlehnt sind. Und drittens die Gleichsetzung von Kausalität und Korrelation; Die oft wackelige Zuschreibung von Funktionen an Hirnareale auf Grund von Korrelationen und nicht zwangsläufiger Kausalitäten. Auch dieses Problem lässt sich mit Hilfe von Dissoziationen und doppelten Dissoziationen lösen.


Willensfreiheit

Die Diskussion um die Freiheit des menschlichen Willens, die im Rahmen der Erkenntnisse der Hirnforschung derzeit entflammt, ist keineswegs neu: Die Willensfreiheit wurde bereits in einem theologischen und physikalischen Rahmen bezweifelt. Der Laplacesche-Dämon sorgte beispielsweise erst 1814 für eine eingehende Auseinandersetzung mit dem Thema. Simon Laplace hatte postuliert, das die Kenntnis aller Teilchen im Universum, ihrer Impulse und der Naturgesetze zu einem bestimmten Zeitpunkt eine Berechnung der Zukunft und Vergangenheit zulasse1 . Newtons Physik ließ dieses deterministische Weltbild noch zu, erst die Quantenmechanik stellte es in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts in Frage.

Auch in der Theologie wurde das Thema schon breit diskutiert. Natürlich wirft die Annahme, das es einen allmächtigen und determinierenden Gott gibt, die Frage auf, ob wir als Menschen unabhängig seiner Entscheidungen entscheiden können. Zum Beispiel taucht bei Erasmus von Rotterdam 1524 die Frage auf "Warum verheißt du (Gott) unter Vorbehalt, was nur von deinem Willen abhängig ist? ... Warum verfluchst du mich, wenn ich doch aus Notwendigkeit gesündigt habe?"2 .

Der Verdienst der Hirnforschung für die Philosophie, angesichts der Diskussion über die Willensfreiheit ist vor allem, dem Thema wieder eine breitere und populärere Basis zu geben. Anstoß der Diskussion waren die sogenannten Libet-Experiment in den späten 1980er Jahren. Probanden waren dabei instruiert, zu einem selbst gewählten Zeitpunkt eine gewisse Handbewegung auszuführen. Eine Messung der Hirnaktivität zeigte, das im Hirn bestimmte Areale etwa 350 - 400 ms vor dem bewussten Entschluss der Versuchsperson zu Handeln aktiv wurden3 . Daraus kann man schließen, das das Hirn entscheidet, bevor der Mensch dies bewusst tut. Ich will hier nicht näher auf diese Experimente eingehen, erwähnenswert erscheint mir nur noch, das dem Versuchsaufbau methodologische Ungenauigkeiten vorgeworfen werden, die zu Fehlern in der Deutung führen können.

Schöner formuliert findet sich die Problematik in verschiedenen Veröffentlichungen von Wolf Singer. Er vergleicht das menschliche Hirn oft mit einem Computer, bei dem die Hardware gleichzusetzen ist mit der Software, betont aber gleichzeitig die Unterschiede zwischen Hirn und Computer. Im Gegensatz zu letzterem ist das Hirn ein dynamisches System, welches für Einflüsse offen ist, und ständig neu verschaltet wird. Nichts desto trotz sei die Architektur und der jeweilige Zustand des Systems "Hirn" für den jeweils folgenden Zustand in Kombination mit den äußeren Einflüssen determinierend. So kommt Singer zu dem Schluss: "Die Annahme zum Beispiel, wir seien voll verantwortlich für das, was wir tun, ist aus neurobiologischer Perspektive nicht haltbar. Neuronale Prozesse sind deterministisch." Er begründet dies unter anderem mit folgendem Beispiel: Gibt man der nichtsprachlichen Hirnhälfte eines Probanden einen Befehl, zum Beispiel durch eine elektrische Reizung motorischer Cortex Areale, "führt die Person diesen aus, ohne sich der Verursachung bewusst zu werden. Fragt man dann nach dem Grund für die Aktion, erhält man eine vernünftige Begründung, die aber mit der eigentlich Ursache nichts zu tun hat." 4

Viele Philosophen versuchen in einer Argumentation gegen die starken Argumente seitens der Hirnforscher leider völlig pragmatisch zu argumentieren: Lutz Wingert antwortet auf Singers eben dargelegte Thesen, das man die Psychologen und Richter nicht vergessen dürfe, "die nach der Aufklärung der wahren Beweggründe trachten und sich dann um verantwortliche Entscheidung nach bestem Wissen bemühen." Sicherlich ist das richtig, hat aber nichts mit dem Wahrheitsgehalt von Singers Aussagen zu tun - es handelt sich hierbei schlicht und ergreifend um die ethischen Folgen der Erkenntnisse Singers. Ob man nun aufgrund dieser bestimmte Fragen nicht stellen sollte ist eine andere Sache. Singer widerlegt er damit aber keinesfalls.

Michael Pauen geht diese Sache da schon sehr viel logischer an, und meiner Meinung nach genau so, wie die Philosophie mit der Debatte umgehen sollte: Er stellt die Frage ob Freiheit überhaupt möglich ist. Er entwirft eine Minimalkonzeption von Freiheit, basierend auf Annahmen darüber, was Freiheit nicht ist: nämlich zufällige Ereignisse und erzwungene Handlungen. Mit diesem Schritt umgeht er geschickt das Determinismus Problem, bzw. stellt den Determinismus in den Dienst der Urheberschaft, anstatt ihn als Zwang zu sehen5 .

Eine beeindruckende Auffassung dafür, das Freiheit in der Theorie schon unmöglich ist, stammt von Galen Strawson: Er ist der Meinung, das es weder in einer determinierten, noch in einer indeterminierten Welt freie Handlungen geben kann. In einer determinierten Welt ist seiner Meinung nach der Akteur der eine Handlung vollzieht nicht der letztliche Urheber (zum Beispiel seiner Dispositionen oder Motivationen. Aber auch in einer indeterminierten Welt kann es keine freie Handlung geben, denn nur eine determinierte Handlung kann kausal einem Urheber zugeschrieben werden6 . Hierbei handelt es sich um einen starken Inkompatibilismus.

Ich sehe, anscheinend ähnlich Pauen, die Aufgabe der Philosophie angesichts der Frage nach Willensfreiheit vor allem darin, erst einmal zu klären, was Willensfreiheit ist, und unter welchen Prämissen diese möglich ist, denn nur wenn die Kriterien für Willensfreiheit festgelegt wurden, kann man sagen, ob der Mensch diese Kriterien auch erfüllt. Dies kann nicht Aufgabe der Hirnforscher sein, denn diese sprechen nicht über den theoretischen Hintergrund von Freiheit, sondern über Hirnzustände und Aktivierungsmuster. Sogar wenn man davon ausgeht, dass das Hirn eine Entscheidung vorbewusst trifft, heißt dies nicht, das diese nicht einem Akteur zugeschrieben werden kann, schließlich ist das Hirn ein Teil des Akteurs.

Spricht man von "determiniert" und "indeterminiert", wird man zwangsläufig auch mit physikalischen Fragen konfrontiert. Inkompatibilisten sehen schon darin ein Problem, dass die Hirnvorgänge, welche vereinfacht ausgedrückt auf elektrischen Signalen beruhen, also materieller Natur sind, nicht durch etwas Immaterielles verursacht sein können, also zum Beispiel durch eine immaterielle Seele. Da man aber die elektromagnetischen Vorgänge berechnen kann, zumindest in der Theorie, könne es keine freien Handlungen geben, weil es berechenbare und damit determinierte Handlungen sind.

Nun gibt es in der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik, die in der Hauptsache von Niels Bohr im Wesentlichen in den 1920er Jahren entwickelt wurde aber ein Paradox, das diese determinierte Physik ins Wanken bringen kann: Der Schlüsselbegriff hierbei ist der "Zusammenbruch der Wellenfunktion". Ein Teilchen, etwa ein Elektron, hat keinen festen Ort, an dem es sich befindet, sondern ist nur Orte an denen es sich wahrscheinlicher befindet als an anderen Orten. Erst durch das Beobachten dieses Teilchens "bricht die Wahrscheinlichkeit zusammen", und der Aufenthaltsort ist bestimmt. So liegt es also am Beobachter, ob ein Teilchen sich an einem bestimmten Ort befindet. Das heißt, das der Beobachter den Aufenthaltsort des Teilchens determiniert. Nun besteht auch der Mensch aus diesen Teilchen und ebenso dessen Hirn. Betrachtet man den Menschen als den eigenen Beobachter der Teilchen, die seine Hirnströme konstituieren, könnte man den Determinismus in einer für Kompatibilisten günstigen Weise erweichen. Allerdings bietet sich auch hier wieder ein Problem: Wer beobachtet den Beobachter, so dass dessen Wellenfunktion zusammenbricht? Und wer beobachtet den Beobachter des Beobachters?7 Die meisten Physiker sind mit der Kopenhagener Deutung der Quantenmechanik ohnehin nicht mehr zufrieden, da es ihnen unwahrscheinlich erscheint, das der Mond nur existiert, wenn wir ihn beobachten. Die Erkenntnistheorie kennt dieses Problem, und so findet auch hier die Naturwissenschaft wieder zurück zur Philosophie.


Objektivität und Wahrnehmung

Auch die Frage nach der Objektivität unserer Wahrnehmungen ist nicht neu: In der Quantenmechanik sprach vor allem Wolfgang Pauli über eine Komplementarität der Messungen und unserer Wahrnehmungen der Welt. Die Unschärferelation, die vor allem Werner Heisenberg zugeschrieben wird, fasst diese Ideen auf und lässt die Frage offen, ob wir nur sehen, was wir sehen, weil wir nachschauen8 . Auch einige Solipsisten stellen in Frage, ob der Begriff "Objektivität" tatsächlich Gehalt hat. Descartes zum Beispiel meint: "die Außenwelt könne ein bloßer Traum sein."9 .

Wolf Singer bringt das eines Kernproblem sehr schön auf den Punkt. Zur Beschreibung des sogenannten "Bindungsproblems", beginnt er mit der Frage: "Wie verknüpfe ich eigentlich die vielen Teilaspekte dieses Objektes zu einem Gesamteindruck?". Die optischen Informationen, die unser Hirn über die Augen erreichen, zeigen keineswegs einen Baum, sondern eine Form, eine Textur und eine Farbe. Das Hirn übernimmt dann die Kombination dieser Eindrücke zu der abstrakten Sache "Baum". Wie wenig dieses Prozesses uns bewusst wird, kann man daran erkennen, wie kohärent wir die Welt wahrnehmen: Eine Blume die am Mittag rot ist, ist am Abend dunkelrot und in der Nacht grau oder schwarz. Trotzdem wissen wir immer, das es sich um dieselbe Blume handelt. Aufgrund der optischen Informationen allein ist dies unmöglich, und doch müssen wir nicht nachdenken, um festzustellen, das ein Objekt mit sich selbst kohärent ist; Das Hirn übernimmt diese Arbeit für uns. Sehr gut vergleichen kann man diesen Effekt mit dem sogenannten "Tunnelblick": auch hier werden die für ein konkretes überleben unwichtigen Details zu Gunsten der Wichtigen ausgeblendet. Wolf Singer schließt unter Anderem aus diesen Tatsachen, dass "unsere Wahrnehmungsvorgänge in hohem Maße konstruktivistisch und eben nicht abbildend sind."10

Weiterhin selektiert das Hirn auch aus den Sinnesinformationen: Die Psychologen Daniel J. Simons und Christopher F. Chabris von der Harvard University führten 1999 ein interessantes Experiment hierzu durch: Sie zeigten während einer Vorlesung einen Kurzfilm, in dem ein Basketballspiel zu sehen war, und gaben den Studenten die Aufgabe, zu zählen, wie oft die weißen Spieler sich gegenseitig den Ball zu passten. Was den Studenten vorenthalten wurde: Es ging nicht um die Ballwechsel, sondern um einen Gorilla, der im Film mitten auf das Spielfeld läuft und dort demonstrativ die Fäuste auf die Brust schlägt. Ein recht ungewöhnlicher Anblick, doch aufgrund der Zählaufgabe übersahen 50 % der Studenten den Gorilla komplett11 .

Nun tut sich hier aber ein großes Problem auf: Wenn unser Hirn vorbewusst interpretiert und selektiert, wer garantiert dann, ob es nicht bestimmte Informationen "schluckt", auf die der Mensch im Rahmen der Evolution nicht angewiesen war, und die sich als eher verwirrend erwiesen? Und wie kann man in Bezug auf empirische Wahrnehmung von Objektivität sprechen, wenn vorbewusst selektiert und verändert wird? Nicht nur optische Täuschungen, wie etwa das Penrose Dreieck, beweisen, dass unser Hirn uns Informationen vorenthält: Zur Untersuchung der Sinnessysteme macht man sich in der Hirnforschung oft die visuelle Maskierung zu nutze. Es gibt verschiedene Methoden, die teils nach und teils vor einem Reiz für kurze Zeit Sekundärreize zeigen, die dafür sorgen, das der eigentliche Reiz nicht mehr wahrgenommen wird. Vor allem interessant ist das backward-masking, wo die Maske kurz nach dem eigentlich Reiz gezeigt wird, die Wahrnehmung des Reizes aber verdrängt. Man ist uneinig, wie dieser Effekt zu erklären ist, geht aber davon aus, das der erste Reiz frühe visuelle Areale sehr schnell durchläuft und in späteren Arealen längere Verarbeitungszeiten in Anspruch nimmt. Wenn der zweite Reiz dann die frühen Areale passiert hat, gibt es Verarbeitungskonflikte mit dem Ersten, welcher noch verarbeitet wird12 .

Aber auch introspektiv ist eine Objektivität alles Andere als gewährleistet: Harald Welzer, Sozialpsychologe an der Universität Witten-Herdecke weist in einem Artikel13 darauf hin, dass "Geschichte und Erinnerung ... zwei grundverschiedene Dinge" sind. "Während die Geschichtsschreibung eine möglichst objektive Wahrheit sucht ..., bezieht sich Erinnerung immer auf die Identität dessen, der sich erinnert. Er erinnert sich an das, was ... für die eigene Gegenwartsbewältigung wichtig ist." Weiterhin gelangte er im Rahmen seiner Untersuchungen von Zeitzeugenberichten über den zweiten Weltkrieg zu der Auffassung, dass "jeder Abruf einer Erinnerung ... ihre erneute Einspeicherung zur Folge" hat, und "der Kontext der jeweiligen Abrufsituation mit abgelegt" wird, was die ursprüngliche Erinnerung "um neue Nuancen anreichert, korrigiert, auf bestimmte Aspekte zentriert oder sogar überschreibt".

Und es gibt noch ein weiteres Dilemma, in dem die Objektivität der Wahrnehmung angesichts der Hirnforschung steckt, und zwar Stoffe, die als Halluzinogene eingestuft werden, die aber in sehr ähnlicher Form auch im menschlichen Hirn vorkommen. Andersherum könnte man auch fragen: Wozu haben wir im Hirn Rezeptoren für Stoffe, die Halluzinogen wirken? Die Antwort ist einfach: Weil wir sie brauchen. Ein sehr gutes Beispiel für endogene, also körpereigene, Drogen sind die Cannabinoide. Man geht heute davon aus, dass das die Fähigkeit zu Vergessen über über einen elektrochemischen Prozess funktioniert, der mittels Cannabinoiden funktioniert. Das Vergessen soll simpel eine Umkehrung der Kommunikationsrichtung von Synapsen sein: die elektrischen Potentiale passieren eine Synapse nur in eine Richtung, und überqueren den synaptischen Spalt dahinter mittels chemischer Botenstoffe, der Neurotransmitter. Vor kurzem hat man herausgefunden, das es auch Chemikalien gibt, die diesen Spalt in die "verkehrte" Richtung überqueren, nämlich die besagten Endocannabinoide. "Die Endocannabinoide sind ein Feed-back-System mit dämpfender Wirkung", beschreibt Beat Lutz vom Institut für Physiologische Chemie der Universität Mainz die Aufgabe der Endocannabinoide. "Das nachgeschaltete Neuron sagt dem Absender: 'Habe verstanden - hör auf zu feuern, die Nachricht ist angekommen!'". Nur so sei das Vergessen möglich und damit die Möglichkeit Neues zu lernen.14 Ein weiteres Beispiel ist das Dimethyltryptamin - zumindest vermutet man das15 . Das überaus starke Halluzinogen soll ebenfalls ein endogenes Pendant besitzen, genau wie Meskalin, welches genau wie das bekannte Hormon Dopamin zur chemischen Gruppe der Phenethylamine gehört. Weitere ähnlichkeitsbeziehungen herrschen zwischen Noradrenaline und Kokain, Adrenalin und Amphetaminen, Endorphin und Morphin usw.. Wenn man nun davon ausgeht, das all diese Stoffe halluzinogene Wirkungen haben können, und das der Spiegel der Hormone im menschlichen Körper evolutiv begründet werden kann, so kann man zu der Annahme gelangen, das die Welt, so wie wir sie wahrnehmen eine evolutiv notwendige Halluzination ist. Zur Verdeutlichung eine Analogie zum Tunnelblick (siehe oben: Wenn das Hirn bestimmte Informationen der Realität ausblendet, weil es zum überleben sinnvoller ist, dann kann das Heben oder Senken der Hormonspiegel ein ebenso ökonomischer Weg zur veränderten Wahrnehmung sein, wie die "Unterschlagung" von beispielsweise visueller Information auf anderen Wegen. Wahrscheinlich sind die Erkenntnisse, die die Neurowissenschaftler über endogene Substanzen, die bewusstseinsverändernd wirken, gewonnen haben mitverantwortlich für eine Debatte zur Drogenpolitik, auf die ich im nächsten Teil des Essays zur "Neuroethik" eingehen werde.

Wie wahr sind also unsere Wahrnehmungen und Erinnerungen? Können wir auf Basis eines solchen "Denkapparates" überhaupt zu wahren Aussagen über die Realität gelangen? Sind das Fragen die die Hirnforschung beantworten kann? Mindestens die letzte Frage kann man mit einem klaren "Nein" beantworten. Die Philosophie sollte die beschriebenen Erkenntnisse der Hirnforscher eindeutig in künftige Definitionen von Wahrheit mit einbeziehen, besagte Definition bleibt aber nach wie vor Aufgabe der Philosophie, vor allem einer analytischen Philosophie. Was Wahrheit eigentlich ist, und welche Kriterien eine Aussage erfüllen muss, um als "wahr" zu gelten, dies sind Fragen, die in den Aufgabenbereich der Logik und der Wissenschaftstheorie fallen.


Neuroethik

Eine weitere Schnittstelle von Philosophie und Hirnforschung ist die Ethik. Jede neue Wissenschaft bringt neue Technologien mit sich und neue Möglichkeiten, die einer ethischen Bewertung bedürfen. Schon jetzt gibt es Hirnschrittmacher, die Parkinsonpatienten ein beschwerdefreies Leben erlauben sollen16 . Dabei wird eine Elektrode ins Hirn implantiert, die elektrische Impulse aussendet, welche die "unnatürlichen" Impulse, die für die Symptome der Krankheit verantwortlich sind, neutralisieren können. Die Erfolge sprechen für sich, und ethisch ist diese Behandlung sicherlich wenig Kritik bedürftig.

Allerdings ist mehr als fraglich, ob die Erkenntnisse der Hirnforschung nicht auch Implantate hervorbringen werden, die keine therapeutischen Zwecke erfüllen, sondern einer "Verbesserung der Natur" dienen. Vielleicht wird es in Zukunft möglich sein, eine Art Festplatte oder dergleichen zu implantieren, um dem Gedächtnis auf die Sprünge zu helfen. Hormonbehandlungen dieser Art gibt es ja schon, von allem in den Vereinigten Staaten gibt es einen Trend zu Medikamenten, denen eine Verbesserung der kognitiven Leistungen zugeschrieben wird, ein Beispiel ist das Ritalin. Die weltweite Produktion von Methylphenidat, so der medizinische Ausdruck für besagtes Medikament, stieg von 2,8 Tonnen im Jahr 1990 auf 15,3 Tonnen im Jahr 199717 .

Die Frage die sich hier aufdrängt ist, ob irgendwann ein Zwang zu solchen Mitteln entstehen könnte, um zum Beispiel im Beruf das gleiche Niveau wie die Konkurrenten zu halten; vielleicht nicht nur im Beruf, denn auch im privaten Umfeld ist kognitive Leistungsfähigkeit sicherlich ein Kriterium der Auswahl18 .

In einer Studie von Miguel Nicolais (et al. an der Duke University in North Carolina wurde einem Affen eine Steuermöglichkeit für einen dritten Arm per Gehirn implantiert19 . Genauer gesagt wurden einem Nachtaffen 96 sehr dünne Elektroden in die Hirnrinde, vor allem in Teile des motorischen Cortex, implantiert. Nun zeichnete man die Hinströme des Affen bei bestimmten Bewegungsabläufen auf, und ein Computerprogramm korrelierte wiederkehrende Aktivitätsmuster im Affenhirn mit unterschiedlichen Armbewegungen. Nach Abschluss dieser Lernphase war das Programm in der Lage, allein aufgrund der neuronalen Informationen die intendierten Bewegungen am Roboter umzusetzen, und zwar simultan zur "echten" Bewegung, also völlig unabhängig vom Arm des Affen. Binnen kürzester Zeit benutzte der Affe einen vom Computer gesteuerten Roboterarm, als hätte er immer drei Arme gehabt. Spinnt man diese Idee nun weiter, und geht vom Tierversuch zum Menschen, wird einem schnell klar, das in unserer Welt, die ja mehr und mehr Leistung vom Individuum verlangt, eine solche Technologie "nützliche" Folgen haben könnte. Tatsächlich plant der eben genannte Forscher Nicolais die gewonnen Erkenntnisse zum Roboterarm im Jahr 2008 erstmals therapeutisch umzusetzen. "Einem Menschen, der beide Hände verloren hat, soll die Neuroprothese implantiert werden, um mit neuronalen Impulsen die Bewegung seiner künstlichen Armprothesen zu steuern."20 Aber auch militärisch ließen sich solche kybernetischen Organismen sicherlich vielseitig einsetzen - ob das moralisch einwandfrei wäre ist aber mehr als fraglich.

Hier sollte die Philosophie der technischen Entwicklung vorgreifen. Eine Diskussion über Möglichkeiten, die sich aus der Hirnforschung ergeben werden ist mindestens so wichtig, wie die Diskussion über Möglichkeiten, die bereits bestehen. Denn die Zukunft kann man noch verändern, die Gegenwart nur noch betrachten.

Auch in der gegenwärtigen Medizin gibt es allerdings eine Menge ethische Fragen, die die Neurowissenschaften aufwerfen, etwa die Frage nach Hirntod und Wachkoma: Nach der Trennung von einem Tod, der anhand des Herzstillstandes bestimmt wurde und des Hirntodes, der dank des überdruckbeamtungsgerätes und anderer technischer Fortschritte erstmals 1959 von Mollaret und Goulon definiert werden konnte21 , mussten neue Antwortkriterien für die Frage nach dem Zeitpunkt und den genauen Zuständen, die den Tod bedingen, gefunden werden. Die Geschichte dieser Diskussion ist lang, und hat hier keinen Platz, aber die Debatte, die um das Ende und den Tod der Amerikanerin Terri Shiavo 2005 geführt wurde zeigt, das ein Ende noch nicht gefunden ist. Die Neurologie kann uns zeigen, das es bei dem was heute als "Hirntod" bezeichnet wird, keinerlei Aktivität im menschlichen Gehirn mehr nachweisbar ist, und das beim "Wachkoma" zwar nur schwache, aber immerhin überhaupt Aktivität erkennbar ist22 . Die Frage, ob ein Mensch, der über keinerlei Gehirnaktivität mehr verfügt als "tot" gelten kann, diese Frage aber kann die Hirnforschung nicht beantworten. Hier ist eine Kooperation und Auseinandersetzung mit der Philosophie notwendig und richtig.

Ein weiteres Beispiel ist eine ebenfalls sehr aktuelle Diskussion, die allerdings ihren Ursprung nicht in der Medizin, sondern in der Forschung hat: Zufällige Befunde. Bei fast einem Fünftel der, im Rahmen von Grundlagenforschungen, untersuchten Testpersonen werden zufällig Anomalien im Hirn entdeckt. Oft erweisen diese sich als gutartige Tumore oder aus anderen Gründen nicht behandlungsbedürftig, manchmal aber auch nicht. Die Forscher, die diese Entdeckungen machen sind keine Mediziner, sie haben keine Schulung im Umgang mit Patienten23 . Auch ich selbst bin im Rahmen meiner Arbeit einmal auf ein Muster im EEG gestoßen, das laut Aussage einer Kollegin als Anzeichen einer Epilepsie gedeutet werden kann. Wie sollen die Forscher mit diesen zufälligen Befunden umgehen? Wenn eine Versuchsperson zum Patienten wird, ist das eine äußerst diffizile Angelegenheit, die Taktgefühl seitens des Forschers erfordert, besser aber einem Mediziner überlassen werden sollte. Dies ist ebenfalls eine Frage, mit der sich Philosophen, am besten in Zusammenarbeit mit Humanmedizinern, stellen sollten. Die Forscher brauchen hier einen ethischen Leitfaden.

Bevor ich auf eher theoretische Aspekte eingehe, möchte ich mich kurz mit der Debatte um die Drogenpolitik (siehe oben beschäftigen. In seinem Artikel "Intelligente Drogenpolitik für die Zukunft" stellt Thomas Metzinger die Frage was gefährlicher ist: "Der LSD-Bewusstseinszustand oder der RTL-Bewusstseinszustand? Wie weit sollen freie Bürger in einer freien Gesellschaft eigentlich selbst darüber bestimmen dürfen, was sie mit ihrem Gehirn und ihrem Bewusstsein anstellen?" Angesichts der Zahlen, die er direkt im Anschluss liefert eine durchaus berechtigte Frage: jährlich gibt es in Deutschland 110.000 Menschen, die an Tabakkonsum sterben, 40.000 die an den Folgen des Alkoholkonsums sterben, aber "nur" 2000 denen psychodelische Drogen zum Verhängnis werden. Er beruft sich auf die Religionsfreiheit und, davon ausgehend, auf ein Recht der Menschen bestimmte Hirnzustände erleben zu dürfen, die manchmal sogar tiefe spirituelle Erfahrungen auslösen. Sein Vorschlag ist eine Art Drogenführerschein, der es einem psychologisch gefestigtem Menschen erlaubt jährlich ein paar Mal Halluzinogene zu konsumieren24 .

Zumindest hypothetisch sollte man sich auch heute schon mit den Konsequenzen beschäftigen, die das Kippen des Bildes vom "entscheidungsfreien Menschen" hätte. Der sicherlich auffälligste Rahmen, in dem dies geschehen kann, ist das Strafrecht: Wolf Singer betont in "Ein neues Menschenbild" mehrfach, das unser juristisches System, welches auf Schuld basiert, vom neurowissenschaftlichen Standpunkt her nicht haltbar ist. Aber auch Verantwortung wäre in solch einem Rahmen ein fragliches Konzept. Trotzdem ist er der Meinung, das sich im Strafrecht nicht viel ändern müsste: "Ich glaube, dass sich an der Art, wie wir miteinander umgehen, nicht sehr viel ändern würde .... Wir würden allerdings ... vermutlich ein wenig toleranter werden, nachsichtiger, verständnisvoller." Den Grund sieht er in der "gleichen überlegung, die uns gegenüber Epileptikern und Schizophrenen nachsichtig gemacht hat. ... Als wir begriffen haben, dass sie krank sind, haben wir zwar immer noch versucht, sie vor sich selbst zu schützen - oder uns vor ihnen, wenn sie für uns gefährlich wurden. Aber wir gehen wegen der Einsicht in die Bedingtheit ihres Verhaltens nun wesentlich humaner mit ihnen um." Er überträgt dieses Beispiel auch in den Strafvollzug, schützen müssten wir uns nach wie vor, also würden wir "Straftäter wegsperren und bestimmten Erziehungsprogrammen unterwerfen, die durchaus auch Sanktionen einschließen würden. ... Allein die Betrachtungsweise hätte sich geändert."25

Eine große Gefahr besteht allerdings in der Möglichkeit, das eine Art Neuro-Screening den Täter schon vor seiner Tat identifiziert: Ulrich Kraft beschreibt in dem Artikel "Schöne neue Neuro-Welt" die utopische, oder dystopische, Szene, in der ein Junge vor seiner Einschulung zum Neurologen gebracht wird, der ihm "kein erhöhtes Risiko für Schizophrenie, Depressionen oder andere psychische Erkrankungen" und "keine strukturellen Defekte im Gehirn." bescheinigt. Dafür aber auf "eine Prädisposition für aggressives Verhalten" sowie "mögliche Probleme beim räumlichen Vorstellungsvermögen" hinweist26 . Das diese Utopie gar nicht so utopisch ist illustriert Kraft an einem Beispiel: Konfrontiert man einen depressiven oder ehemals depressiven Menschen mit negativ assoziierbaren Begriffen wie "Völkermord" oder "Massaker", dann unterscheidet sich die folgende Hirnaktivität in der Amygdala signifikant von der eines nicht erkrankten Menschen. So könnte etwa ein Personalmanager beim Einstellungstest die oft von Rückfällen geplagten Depressiven aussortieren.

Die zuletzt genannte Problemstellung kann stellvertretend für einen ganzen Problemkomplex gesehen werden: Wird es neben dem genetischen Fingerabdruck einen neuronalen Fingerabdruck geben? Wird der Mensch Dadurch gläsern? Wird es in Zukunft maßgeschneiderte Werbung geben, die besser über meine derzeitigen Wünsche und (finanzielle Möglichkeiten Bescheid weiß als ich selbst? Und wenn ja, welche positiven Auswirkungen hätte dies, neben den offenkundig negativen? Leider kann ich im Rahmen dieser Arbeit auf diese Fragen nicht tiefer eingehen als bisher geschehen.


Ontologie

Nicht zuletzt landen die Forschungsergebnisse der Hirnforscher auch bei Laien, sei es über das Fernsehen, oder auch über mehr oder weniger ernst zu nehmende Zeitschriften. Das Online-Magazin TELEPOLIS des Heise Verlages zum Beispiel titelt „Nicht der Mensch mordet, sondern sein Gehirn“ oder „Warum der Mensch glaubt - Das Gehirn, der große Geschichtenerzähler“. Von den stark abgespeckten und daher teils weit an der ganzen Wahrheit vorbei recherchierten Fernsehsendungen gar nicht erst zu sprechen.

Nun hat die Wissenschaft schon immer das Menschenbild beeinflusst, sei es Galileo Galilei oder Kopernikus, die das heliozentrische Weltbild erschufen, und dem Menschen damit seine Rolle als Zentrum des Universums entzogen, oder Charles Darwin, der zeigte, dass der Mensch kein Schöpfungsakt war, sondern vom Affen abstammt. Zuletzt hat die Psychologie das Menschenbild mit der Postulierung des Unterbewussten, und damit einhergehend der Verschiebung unserer Motive ins Unzugängliche, verändert.

Es stellt sich nun selbstverständlich die Frage, inwiefern die Hirnforschung unser Menschenbild verändern wird. Vor allem aus Sicht der Existenzphilosophien, die ein Hauptproblem in der Geworfenheit oder der Freiheit des Menschen sehen27 28 , und den Menschen deswegen als „Mängelwesen“29 beschreiben, scheint die Hirnforschung bestätigend. Und zwar durch eine radikale Entmystifizierung des Menschen und Menschenbildes durch die Hirnforschung, welche Michel Houellebecq als eine „ontologische Leere“30 beschreibt. Peter Sloterdijk formuliert diese Leere folgendermassen: „Absurd ist ein Dasein, das sich ohne inspirierende Mission und objektive Aufgabe in eine riesige und abstossende Welt gestellt sieht.“31 Einfacher ausgedrückt könnte man sagen, dass ein Mensch, dessen Motive nicht er selbst wählt, sondern die schon im Hirn vorprogrammiert sind, zu der Frage gelangen könnte, inwiefern etwa seine moralischen Urteile und Ansichten haltbar sind, seien sie denn nicht Frucht seiner Arbeit, sondern notwendige hirnarchitektonische Konsequenz. Ebenso könnte dieser Mensch seine tiefesten Beweggründe als willkürlich empfinden.

Was wären die Folgen einer Konfrontation der Menschen mit solch einer fertigen Definition von illusorischer Freiheit? Welche Einflüsse hätte diese auf das alltägliche Leben der Menschen? Wäre die mangelnde Willensfreiheit für die Menschen eine Entschuldigung für die Verweigerung von Verantwortung? Wenn wir das Konzept des freien Willens tatsächlich aufgeben müssen – mit Konzept ist hier das intuitive Konzept der Bevölkerung gemeint – wie soll man solch einer Entwicklung oder möglichen Konsequenz vorgreifen? Wie reduktionistisch sollte unser Menschenbild werden? Diese Fragen liegen nicht im Ermessen der Hirnforschung. Sie sind naturgemäß philosophische Fragen, und sollten von eben jenen beantwortet werden.




Literaturhinweise:
1) Pierre-Simon Laplace, "Essai philosophique sur les probabilités", 1814
2) Erasmus von Rotterdam, "Vom freien Willen", 1524
3) Christian Geyer (Hrsg.), "Anhang: Haben wir einen freien Willen?" von Benjamin Libet in "Hirnforschung und Willensfreiheit", Suhrkamp 2004
4) Wolf Singer, "Wer deutet die Welt?" in "Ein neues Menschenbild", Suhrkamp 2003
5) Michael Pauen, "Personale Freiheit: Eine Minimalkonzeption" in "Illusion Freiheit? Mögliche und unmögliche Konsequenzen der Hirnforschung", S. Fischer 2005
6) Michael Pauen, "Ist Freiheit schon aus theoretischen Gründen unmöglich?" in "Illusion Freiheit? Mögliche und unmögliche Konsequenzen der Hirnforschung", S. Fischer 2005
7) John Gribbin, "Schrödingers Kätzchen und die Suche nach der Wirklichkeit", Fischer Taschenbuch Verlag 2004
8) Werner Heisenberg, "Der Teil und das Ganze - Gespräche im Umkreis der Atomphysik", Piper 2001
9) Rene Descartes, "Principia philosophiae I, 4. Medit. I", 1644
10) Wolf Singer, "Wir benötigen den neuronalen Code" in "Ein neues Menschenbild", Suhrkamp 2003
11) Gehirn & Geist 11/05, "Good Vibrations" von Andreas K. Engel, Stefan Debener und Cornelia Kranczioch
12) Trends in Cognitive Scienes, Vol. 4, No. 9, Spetember 2000, "What's new in visual masking?" von James T. Enns und Vincent Di Lollo
13) Gehirn & Geist 05/05, "Kriege der Erinnerungen" von Harald Welzer
14) Gehirn & Geist 04/06, "Hanf - Marke Eigenbau" von Ulrich Kraft
15) http://de.wikipedia.org/wiki/Dimethyltryptamin, besucht am 08.05.2006
16) http://www.daserste.de/wwiewissen/thema_dyn~id,0tophd5zjo060h67~cm.asp, besucht am 22.04.2006
17) http://www.swissmedic.ch/files/pdf/Ritalin_Studie_Kanton_Neuenburg.pdf, besucht am 22.04.2006
18) Gehirn & Geist 12/05, "Keine Angst vor IQ-Doping" von Michael S. Gazzaniga
19) Gehirn & Geist 04/02, "Entlassen in die Wirklichkeit" von Ulrich Kraft
20) http://www.heise.de/tp/r4/artikel/20/20554/1.html, "Neuroprothesen ziehen in die Gehirne der Menschen ein" von Florian Rötzer, besucht am 08.05.2006
21) Mollaret, P. & Goulon, M. "Le coma depasse", Rev. Neurol. 101, 3-15 (1959)
22) Spektrum der Wissenschaf 02/2006, "Hirntod und Wachkoma" von Steven Laureys
23) Gehirn & Geist 10/05, "Der Scanner bringt es an den Tag" von Jamie Talan
24) Gehirn & Geist 01/06, "Intelligente Drogenpolitik für die Zukunft" von Thomas Metzinger
25) Wolf Singer, "Das Ende des freien Willens?" in "Ein neues Menschenbild", Suhrkamp 2003
26) Gehirn & Geist 06/04, "Schöne neue Neuro-Welt" von Ulrich Kraft
27) Martin Heidegger, „Verfallen und Geworfenheit“ in „Sein und Zeit“, Niemeyer 1993
28) Jean-Paul Sartre, „Das Sein und das Nichts“, 1914
29) Arnold Gehlen, „Der Mensch - Seine Natur und seine Stellung in der Welt“, Quelle & Meyer 1997
30) Michel Houellebecq, „Die Möglichkeit einer Insel“, DuMont Kunst und Literatur 2005
31) Peter Sloterdijk, „Falls Europa erwacht“, Suhrkamp 2002


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